Besteuerung von Zahlungen aus schweizerischen Pensionskassen
Viele Deutsche arbeiten in der Schweiz und erwerben dort gesetzlich geregelte Altersversorgungsansprüche über schweizerische Pensionskassen. Bei Wohnsitzaufgabe in der Schweiz und Rückkehr nach Deutschland in die unbeschränkte Steuerpflicht unterliegen Auszahlungen einer schweizerischen Pensionskasse grundsätzlich der deutschen Besteuerung. Hierbei ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Gestaltungsoptionen können zu erheblichen Steuerersparnissen führen. Wer unvorsichtig ist, riskiert eine hohe Steuerlast. Lesen Sie dazu auch meinen Fachbeitrag im Steueranwaltsmagazin.
Erbschaftsteuer auf Pflichtteilsanspruch auch ohne Geltendmachung
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass ein Pflichtteilsanspruch, den der verstorbene Erblasser selbst vormals geerbt, aber nicht geltend gemacht hat, zum Nachlass dieses Erblassers gehört und somit zulasten seiner Erben der Erbschaftsteuer unterliegt.
Familienheim und Erbschaftsteuer: BFH präzisiert den Grundstücksbegriff bei der Steuerbefreiung nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG
Die steuerliche Gestaltung rund um das Familienheim gewinnt mit steigenden Immobilienwerten und einer zunehmend komplexen Rechtsprechung immer mehr an Bedeutung. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 17. Juni 2026 – II R 27/23 eine für die Praxis zentrale Frage entschieden: Was ist „das Grundstück“ im Sinne der Steuerbefreiung für das Familienheim nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG – nur das Hausgrundstück oder die gesamte wirtschaftliche Einheit einschließlich Garten- und Wegeflächen?
Familienheim steuerfrei übertragen
Wie übertrage ich möglichst steuerfrei mein Familienheim an meinen Ehepartner bzw. an meine Kinder? In Zeiten steigender Immobilienpreise sollten sich Haus- bzw. Wohnungseigentümer hierüber frühzeitig Gedanken machen. Die Freibeträge bei Schenkungsteuer bzw. Erbschaftsteuer betragen zwischen Ehegatten 500.000 Euro, zwischen Eltern und Kindern jeweils 400.000 Euro.
Steuerhinterziehung: Keine Strafe bei Verjährung
Für den Betroffenen ist es erst einmal ein Schock: Das Finanzamt wirft einem Steuerhinterziehung vor; man habe zu geringe Einkünfte erklärt. Keine Panik! In vielen Fällen kommt es nicht zu einer Verurteilung und Bestrafung. Sie sollten jedoch frühzeitig einen Fachanwalt für Steuerrecht einschalten.
Wegzug ins Ausland beseitigt nicht zwingend Steuerpflicht
Es gibt verschiedene Gründe, ins Ausland wegzuziehen. Häufig erhoffen sich Betroffene dadurch, künftig weniger Steuern zu bezahlen. Doch allein mit der Abmeldung des Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt wird die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland nicht beseitigt. An die Aufhebung der unbeschränkten Steuerpflicht sind bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
So entlarven die Finanzämter Steuerhinterzieher
Zur Aufdeckung von Steuerhinterziehung nutzt das Finanzamt eine Reihe von Informationsquellen, die sich nicht auf „Daten-CDs“ aus bekannten Steueroasen, wie zum Beispiel der Schweiz, Luxemburg oder Liechtenstein, beschränken. Welche Möglichkeiten die Steuerfahndung dabei hat, ist den meisten Steuersündern nicht bewusst.
Steuerpflichten von Influencern
In den vergangenen Jahren haben Finanzbehörden zunehmend den Fokus auf Influencer und Creator gelegt. Analog zu Plattformen wie eBay und Airbnb ist auch hier mit einer Zunahme von Steuernachforderungen und Steuerstrafverfahren zu rechnen. Die Gruppe der Influencer lässt sich nicht als einheitliche Berufsgruppe definieren, da sie unterschiedliche Einnahmequellen und Tätigkeiten aufweist, was die steuerliche Behandlung komplex macht. Die Herausforderung für steuerliche Berater besteht in der korrekten Einordnung der verschiedenen Formen der Einkommenserzielung.
Verlustverrechnung bei Termingeschäften: Was Anleger und Unternehmen beachten müssen
In den vergangenen Jahren sorgte die beschränkte Verlustverrechnung bei privaten Termingeschäften wie Optionen und Futures für Unsicherheit und teils erhebliche steuerliche Nachteile bei Anlegern. Mit dem Jahressteuergesetz (JStG) 2024 reagierte der Gesetzgeber auf die viel diskutierten verfassungsrechtlichen Einwände. Was wurde anders und wie können Sie als Anleger oder Unternehmer von den Änderungen profitieren?
Vorsorgeverfügungen
Neben Verfügungen von Todes wegen zur Regelung der Erbfolge (Testament, Erbvertrag) sollte jeder, insbesondere mit zunehmendem Alter, Verfügungen für den Fall schwerer Krankheit oder des Todes – sogenannte Vorsorgeverfügungen (Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Kontovollmacht etc.) – treffen. Der nachfolgende Überblick fasst das Wichtigste zu den verschiedenen Vorsorgeverfügungen zusammen.
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