Verlustverrechnung bei Termingeschäften: Was Anleger und Unternehmen beachten müssen
In den vergangenen Jahren sorgte die beschränkte Verlustverrechnung bei privaten Termingeschäften wie Optionen und Futures für Unsicherheit und teils erhebliche steuerliche Nachteile bei Anlegern. Mit dem Jahressteuergesetz (JStG) 2024 reagierte der Gesetzgeber auf die viel diskutierten verfassungsrechtlichen Einwände. Was wurde anders und wie können Sie als Anleger oder Unternehmer von den Änderungen profitieren?
Besteuerung von Zahlungen aus schweizerischen Pensionskassen
Viele Deutsche arbeiten in der Schweiz und erwerben dort gesetzlich geregelte Altersversorgungsansprüche über schweizerische Pensionskassen. Bei Wohnsitzaufgabe in der Schweiz und Rückkehr nach Deutschland in die unbeschränkte Steuerpflicht unterliegen Auszahlungen einer schweizerischen Pensionskasse grundsätzlich der deutschen Besteuerung. Hierbei ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Gestaltungsoptionen können zu erheblichen Steuerersparnissen führen. Wer unvorsichtig ist, riskiert eine hohe Steuerlast. Lesen Sie dazu auch meinen Fachbeitrag im Steueranwaltsmagazin.
Steuerrisiken des Eigenheims bei Trennung von Paaren
Die Veräußerung einer gemeinsamen Immobilie nach Trennung von Miteigentümern, insbesondere bei Ehepaaren oder Lebenspartnern, birgt steuerliche Risiken. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in seinem Urteil vom 14. Februar 2023 – IX R 11/21 klargestellt, dass die Nutzung eines Miteigentumsanteils zu eigenen Wohnzwecken nach dem Auszug aus dem Familienheim endet, auch wenn der geschiedene Partner und die gemeinsamen Kinder weiterhin dort wohnen.
Steuerliche Anerkennung von Mietverhältnissen mit Angehörigen: Was beim Vermieten an unterhaltsberechtigte Verwandte mit Wohnungsrecht wichtig ist
Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass auch Mietverhältnisse zwischen nahen Angehörigen wie Eltern und Kindern steuerlich anerkannt werden können, wenn dabei besondere Konstellationen wie ein eingetragenes Wohnungsrecht des Mieters und eine gesetzliche Unterhaltspflicht des Vermieters bestehen. Der Fall macht deutlich, worauf Vermieter und Mieter achten müssen, um die steuerlichen Vorteile – insbesondere den Werbungskostenabzug – nutzen zu dürfen.
Steuerhinterziehung: Keine Strafe bei Verjährung
Für den Betroffenen ist es erst einmal ein Schock: Das Finanzamt wirft einem Steuerhinterziehung vor; man habe zu geringe Einkünfte erklärt. Keine Panik! In vielen Fällen kommt es nicht zu einer Verurteilung und Bestrafung. Sie sollten jedoch frühzeitig einen Fachanwalt für Steuerrecht einschalten.
So entlarven die Finanzämter Steuerhinterzieher
Zur Aufdeckung von Steuerhinterziehung nutzt das Finanzamt eine Reihe von Informationsquellen, die sich nicht auf „Daten-CDs“ aus bekannten Steueroasen, wie zum Beispiel der Schweiz, Luxemburg oder Liechtenstein, beschränken. Welche Möglichkeiten die Steuerfahndung dabei hat, ist den meisten Steuersündern nicht bewusst.
Familienheim steuerfrei übertragen
Wie übertrage ich möglichst steuerfrei mein Familienheim an meinen Ehepartner bzw. an meine Kinder? In Zeiten steigender Immobilienpreise sollten sich Haus- bzw. Wohnungseigentümer hierüber frühzeitig Gedanken machen. Die Freibeträge bei Schenkungsteuer bzw. Erbschaftsteuer betragen zwischen Ehegatten 500.000 Euro, zwischen Eltern und Kindern jeweils 400.000 Euro.
Steuerpflichten von Influencern
In den vergangenen Jahren haben Finanzbehörden zunehmend den Fokus auf Influencer und Creator gelegt. Analog zu Plattformen wie eBay und Airbnb ist auch hier mit einer Zunahme von Steuernachforderungen und Steuerstrafverfahren zu rechnen. Die Gruppe der Influencer lässt sich nicht als einheitliche Berufsgruppe definieren, da sie unterschiedliche Einnahmequellen und Tätigkeiten aufweist, was die steuerliche Behandlung komplex macht. Die Herausforderung für steuerliche Berater besteht in der korrekten Einordnung der verschiedenen Formen der Einkommenserzielung.
Wegzug ins Ausland beseitigt nicht zwingend Steuerpflicht
Es gibt verschiedene Gründe, ins Ausland wegzuziehen. Häufig erhoffen sich Betroffene dadurch, künftig weniger Steuern zu bezahlen. Doch allein mit der Abmeldung des Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt wird die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland nicht beseitigt. An die Aufhebung der unbeschränkten Steuerpflicht sind bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
Steuerhinterziehung des Erblassers wirkt sich auf die Erben aus
Ein Erbe haftet grundsätzlich auch für hinterzogene Steuern des Erblassers. Miterben können vom Finanzamt als Gesamtschuldner in Anspruch genommen, sodass schlimmstenfalls ein Miterbe die gesamte Steuerschuld nachzahlen muss. Dieser hat dann gegen die anderen Miterben Anspruch auf Ausgleich in Höhe der jeweiligen Erbquote.
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